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Zunächst nahmen wir an, wir fahren zu
einer Veranstaltung im Freien mit Verkaufsständen
und vielfältigen Programmen wie wir sie von Thale, dem
Falkenstein oder von Braunlage-
alle im Harz gelegen- kannten. Wenige Tage vor der Fahrt nach Osterode
hieß es dann, wir treten in einem Konzertraum auf. Um 10.00
Uhr stiegen die ersten von uns in den Bus ein. Die Fahrt dauerte 3
Stunden. Wir freuten uns auf eine kleine Entspannung vor dem Konzert,
z. B. auf ein Mittagessen, hieß es doch, der Konzertsaal
befände sich im Kulturhaus.
Leider kam es ganz anders. Das Essen war ausverkauft. Wir gingen mit
knurrendem Magen 14.00 Uhr zum Konzert und sangen dann etwa ab 14.45
Uhr als zweiter
Chor. Bis dahin waren mehr und weniger recht langatmige Reden gehalten
worden, wobei man den Eindruck von recht viel Improvisation hatte. Bei
einer so herausgehobenen Veranstaltung, zu der Chöre aus
großer
Entfernung und aus verschiedenen Sängerkreisen angereist
waren, wirkte die Art der Veranstaltungsführung ziemlich
peinlich und
zeitraubend. Welch ein Unterschied zum Chorfest 2005 in der
Johanniskirche in
Magdeburg. Uns entschädigten die Vorträge der
eingeladenen
Chöre, neben uns waren es noch sieben. Alle hatten sich gut
vorbereitet und wir konnten einmal einige fremde
Chöre hören. Der Männerchor Drübeck
und vor allem der Kinder- und
Jugendchor aus Eisleben weckten besondere Aufmerksamkeit. Unter anderem
zeigten die
Drübecker, wie man ein Heimatlied nicht zur Schnulze werden
lässt und die Eislebener
entstaubten "Hab mein Wage vollgelade" durch interessante Effekte, so
dass es Spaß
machte, das Lied wieder einmal zu hören.
Einen Grundschulchor mit Musikgruppe ins Programm zu nehmen, verdient
großes Lob. Eigentlich sollte es Pflicht sein, bei jedem
Sängerfest
Kinderlaienchöre auftreten zu lassen. Prima, in Osterode hat
man es gemacht.
Auch unser Chor hat sich sehr gut präsentiert. Bei unserem
Vortrag war es mäuschenstill
im Saal. Die Zuschauer gingen mit, ein jedes unserer Lieder wurde sehr
aufmerksam verfolgt und mit entsprechender Mimik begleitet. Im Abspann
wurde gesagt, einen solchen guten Chor müsse man
eigentlich eine Zugabe singen lassen, aber die Zeit reiche nicht. Dabei
hätten wir so gern
noch " Drei gute Dinge" vorgetragen, wir hatten
nämlich die Auftrittszeit durch unsere
kurzen Lieder noch nicht verbraucht. Ein besonderes Lob unserem
Busfahrer Herrn Harald Scheibe. Er hatte Würstchen und
Getränke mitgenommen und uns so "vorm Verhungern"
gerettet.
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