Am Ende waren wir sprachlos!
Wir
hatten uns
für einen Auftritt im Theater beworben, nachdem uns diese
und weitere Möglichkeiten angeboten worden
waren. Daraus
hätten die Veranstalter auf ein recht
anspruchsvolles
Repertoire schließen
können, das eher für ein speziell
interessiertes
Publikum geeignet ist. Aber wohin hatte man
uns verfrachtet (so kann man es nur nennen):
Auf
eine
Bühne, 15m von einer Straßenbahnlinie
entfernt, auf
der jede
Minute- das war
wirklich so- eine Bahn fuhr. Neben der
Bühne stand ein Toilettenhäuschen. Dieses
schob man
während unseres Auftrittes lautstark um die
Bühne herum. Dann lief noch ein
Spielmannszug mit viel Lärm hinter
uns vorbei. |
Der Ansager hatte
keine Ahnung von dem, was die Auftretenden bieten wollten.
Er
fragte ganz
unbedarft, ob wir denn etwas zum Schunkeln oder
Mitsingen dabei
hätten. Die
Antwort: "Wir
singen Volkslieder und gehobenes Liedgut", konnte weder ihn, noch die auf
Schnäppchenjagd vorbeieilenden Zuhörer begeistern.
Langer Rede kurzer Sinn: Auf diese Weise kann
man Chorsängerinnen und- sängern nicht nur
die
Freizeit stehlen,
sondern sie
regelrecht beleidigen. Wir hatten diesen
Auftritt mit Spannung erwartet. "Einen Schuss in den
Ofen", nennt man das wohl so im Volke. Übrigens
war
es dem Frauenchor aus Hettstedt ähnlich ergangen. |