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Der Anfang
einer neuen Chorfreundschaft
Bernauer Sänger fragten im Juni 2006 in unserer Homepage an, ob wir den Text des Dnepr auf Ukrainisch hätten. Wir hatten ihn nicht, aber das "Vokalensemble- Intakt" Magdeburg konnte helfen. Seit diesem Tag korrespondieren Mitglieder der drei beteiligten Chöre untereinander und tauschen sich über das Leben im Chor aus. Am 03.10.2009 besuchte uns eine Abordnung der Bernauer Sänger in Hettstedt beim Festkonzert, das anlässlich des Tages der Deutschen Einheit in der Gangolfkirche stattfand. Anschließend trafen sich ein Teil unseres Chores, Michael Seemann, unser Dirigent, und die Gäste in einer Gaststätte, um uns näher kennenzulernen. Am nächsten Tag besuchten wir gemeinsam den Bauernmarkt in Walbeck. Den Bernauern hatte unser Gesang gefallen und uns gefielen die Bernauer. So beschlossen wir, weiterhin Kontakt zu halten. Im Frühjahr fuhren drei Mitglieder unseres Chores zum Frühlingskonzert nach Bernau. Auch wir waren begeistert vom Gesang und vom Repertoire der Bernauer. Wir stellten viele Gemeinsamkeiten fest und viele Punkte, wo wir uns vom anderen Chor etwas abschauen könnten. Bei einer Chorfreundschaft aus einem anderen Sängerkreis würde es keine unliebsame Konkurrenz geben, sondern viel eher Freude am gemeinsamen Singen, Neugier auf das nächste Lied des anderen Chores, Mitfiebern, dass der Auftritt des Partners gelingen möge. Das waren sehr gute Voraussetzungen für eine sich anbahnende Chorfreundschaft. Einladung und Besuch Unser Chor erhielt um die Jahreswende 2009/2010 von den Bernauer Sängern eine Einladung zu einem gemeinsamen Konzert. Wir beschlossen, die Einladung anzunehmen und am 23.10.2010 beim Konzert in Werneuchen mitzusingen. . |
An
besagtem Tag ging die
für 5.00 Uhr angesagte Reise erst nach einigen
Hindernissen los.
Gegen
11.00 Uhr wurden wir sehr nett von der
Vorsitzenden der Bernauer Sänger, Angela Börner,
willkommen geheißen.
Sie, ihr Ehemann und eine Sängerin, die uns vom Vorjahr schon
kannte, führten uns in Gruppen durch die schöne
Innenstadt von Bernau, vorbei an der Stadtmauer und zu einigen
interessanten Gebäuden und Anlagen. Nach dem Mittagessen war es auch bald Zeit, um zum Einsingen nach Werneuchen zu fahren. Dort empfingen uns die Bernauer Sänger mit einem musikalischen Willkommensgruß. Wir dankten mit "Am Brunnen vor dem Tore". Dann ging es zur Stellprobe und zum Einsingen. Das hatte Werneuchen noch nicht gesehen. In wechselnder Folge sangen die Bernauer Sänger- etwa 50 an der Zahl- und unser Chor- etwa 30- klassische, Herbst-, Volks- und internationale Lieder. Zwei wurden gemeinsam vorgetragen, wobei beim letzten Dirigent Andreas Wiedermann unseren Dirigenten, Michael Seemann, animierte, mit ihm gemeinsam zu dirigieren. Einer übernahm die Besucher, der andere den gemeinsamen Riesenchor. Darüber haben Mitwirkende und Gäste herzlich gelacht. Das Eis war gebrochen! Beim Hinausgehen wurden Sängerinnen und Sänger immer wieder von den Besuchern angesprochen, wie schön der Nachmittag gewesen sei. Das Konzert hätte großen Spaß gemacht. Am Abend trafen sich die Mitglieder beider Chöre und ihre Angehörigen im "Seminar- und Lehrgangshotel Bernau- Waldfrieden", wo unser Chor auch zum Übernachten untergebracht war. Im Speiseraum des Hauses wurde nicht nur ein leckeres Abendessen angeboten, die Bernauer trugen auch Berliner Lieder vor, bei deren Refrain alle kräftig einstimmten. Unsere Männer formierten sich dann zum nicht ganz voll besetzten Shantychor. Auch seine Lieder wurden gern mitgesungen. |
Der
Abend verlief
überaus fröhlich und entspannt. Alle waren
sich einig, die angefangene Chorfreundschaft sollte fortgesetzt werden!
Stadtrundfahrt in Berlin
Von Reingard J., Chormitglied Nachdem wir uns am Sonntag Morgen von unseren neuen Freunden mit einem Lied verabschiedet hatten, fuhren wir nach Berlin. Dort trafen wir an der Museumsinsel unsere Reiseleiterin. Vorbei am Schlossplatz, wo einst der Palast der Republik gestanden hatte und wo die jetzige Grasfläche auch wehmütige Gedanken weckte, führte die Fahrt vorbei an der Deutschen Staatsoper, der Neuen Wache, der Humboldt- Universität bis hin zur Friedrichstraße und dem Brandenburger Tor. Entlang der Spree gruppieren sich um den Reichstag die Arbeitsbereiche des Bundestages und die Hauptstadtstudios von ARD und ZDF. Die Pracht des Schlosses Charlottenburg durften wir auf Grund der knappen Zeit nur von außen genießen. Am Ku-Damm sahen wir die Gedächtniskirche, und rund um den Potsdamer Platz bewunderten wir das Kulturforum, die Philharmonie und das SONY- Center. Schließlich führte unsere Rundfahrt über die Leipziger Straße, den Gendarmenmarkt, am Roten Rathaus vorbei zum Fernsehturm und zum Haus des Lehrers am Alexanderplatz. Hier hat sich gegenüber früher sehr viel verändert. Durch die Karl- Marx- Allee ging es zurück zum Ausgangspunkt. Auf der Heimfahrt wurde schon eifrig überlegt, wann es zu einem Treffen der beiden Chöre in unserem Mansfelder Land kommen könnte. ----------------------------------------- Danke, euch Bernauer Sängern! Ihr habt uns ein wundervolles Wochenende bereitet! |