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Auf
diesen Tag hatten wir uns sehr gefreut: Singen im Europa-Rosarium
Sangerhausen auf der neuen Bühne! Beeindruckend war der
Auftrittsort, wie ein griechisches Theater. Über einem
ausgehobenen
stumpfen Trichter spannte sich ein Doppelkegelzelt als Dach. Es gab
Chorstufen. So kann man auf den Bildern auch einmal unsere Herren in
voller Schönheit betrachten. Am Vormittag sangen 6
Chöre. Diesmal
wäre es uns recht gewesen, nicht als Letzte aufzutreten. Die
jungen
Leute, die vor uns an der Reihe waren, hatten wunderschöne
Stimmen.
Danach zu singen war ein gewagtes Unterfangen. Womit sollte man die
Gäste noch fesseln? Michael Seemanns Zusammenstellung eines
abwechslungsreichen Programms hat vermutlich dann doch die besondere
Aufmerksamkeit unseres Publikums geweckt. Erstaunlicherweise
saßen
bis zum Schluss viele Interessierte auf den Stufen und spendeten auch
uns reichlich Beifall und nach dem "Lerchengesang" wurde "Bravo"
gerufen.
Noch
immer hält sich bei jungen Chören der Trend,
englische Literatur
einzustudieren. Allerdings könnte ein Lichtblick nahen. Von
einem
Gymnasiumchor, der heute nicht dabei war, gibt es das Gerücht,
man
wolle auch einmal ein deutsches Lied einüben.-----Nanu?!
Über
längere Zeit trieb im Theaterkessel der Wind ein
böses Spiel. Allen
Dirigenten flogen die Noten weg und die Mitwirkenden froren mit den
Zuhörern um die Wette. Der Gesang, besonders der der jungen
Chöre,
kam in den oberen Rängen ganz schwach an. So unterhielten sich
dort
die Gäste, was das Zuhören zusätzlich
erheblich störte. Eine
Verstärkeranlage zu nutzen, wäre ein großer
Gewinn (siehe
Wettelrode).
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