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Es
war fürchterlich kalt für einen Sommertag,
12°C. Und es regnete- ohne Unterlass. Weil die
Anreise nach Wettelrode nicht die Kürzeste
war und wir schon am späten Nachmittag losfahren mussten,
hofften wir, vor dem Konzert noch einen Imbiss einnehmen zu
können.
Um
etwas zu Essen zu bekommen, musste man wieder hinaus gehen in den
Regen. Dort gab es, natürlich unter Dächern,
Bratwurst oder Fischbrötchen. Kaffee musste erst besorgt
werden. Wir hatten mit einem vielfältigeren Angebot
gerechnet
und waren erst einmal enttäuscht. |
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Unserem ersten Lied folgte starker Beifall, der sich beim
zweiten
noch steigerte, und beim dritten Lied versuchten einige Zuhörer
mitzuklatschen: Wir sangen zum ersten Mal nach eineinhalb Jahren
Probezeit: "Die Legende von Babylon". In unseren Chorreihen knisterte es
förmlich vor Konzentration und dem Willen, alle Feinheiten,
die wir erarbeitet hatten, zu beachten. Wie schön und beglückend für uns, wir trafen nicht nur das Gefühl der Zuhörer, wir trafen auch den letzten Ton des Liedes, was wahrhaft schwer zu schaffen war. Marga kündigte, mit hübschen Bergmannsgedichten und -späßen verbunden, noch drei Lieder an. Es war unglaublich, bei jedem weiteren Lied erhielten wir sehr viel und lang anhaltenden Beifall. Die Zeit war fortgeschritten, schon nach 21.00 Uhr. Das Konzert sollte längst zu Ende sein. Durch das grelle Scheinwerferlicht hindurch konnten wir ganz hinten im Zelt Sänger der Sangerhäuser Kleingärtner erkennen. Sie waren aufgestanden, um uns besser sehen und hören zu können. Michael, unser Chorleiter, lächelte verschmitzt und glücklich. So wussten wir, auch ihn freute die Zustimmung der anderen Chöre. Als wir das zunächst letzte Lied gesungen hatten, wurde vielstimmig "Bravo" gerufen, und es wurde so lange geklatscht, bis wir "Auf, ihr Freunde in froher Runde " und "Sierra Madre" angefügt hatten. Ein Herr von reichlich 70 Jahren schwenkte gerührt die Taschenlampe im Takt. Dieser Auftritt und die herzliche Zuneigung der Anwesenden zu allen Mitwirkenden haben wir sehr genossen. Den beiden Serviererinnen wollen wir an dieser Stelle besonders danken. Sie versorgten uns alle, vor Kälte zitternd, sehr fleißig und aufmerksam mit Getränken, so dass es kein unnötiges Laufen der Besucher gab. Alle konnten dem Gesang ohne Störung folgen. Auch die Arbeit des "Beschaller" soll gelobt werden. Die Vorträge der Chöre klangen stets, als höre man nur das Original und nie die Verstärkung. Mit Sicherheit hat auch seine gute Arbeit zum Gelingen des Sängerfestes beigetragen. |
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