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11. Tag des Bergmanns
auf dem Röhrigschacht bei Wettelrode
am

10.07.2009

Es war fürchterlich kalt für einen Sommertag, 12°C. Und es regnete- ohne Unterlass. Weil die  Anreise  nach Wettelrode  nicht die Kürzeste war und wir schon am späten Nachmittag losfahren mussten, hofften wir, vor dem Konzert noch  einen Imbiss einnehmen zu können. 
Vom Parkplatz zum Zelt war der Weg weit, glitschig und steinig- nichts für gute Auftrittsschuhe. Das Zelt stand auf Haldengestein. 
Im Zelt zog es, und wir froren ohne Unterlass. Mit so einer Kälte hatte niemand gerechnet, und keiner hatte die Winterjacke mitgenommen.
Bald stellte sich heraus, das Konzert würde zwei Stunden dauern. Sechs Chöre seien angereist.

Um etwas zu Essen zu bekommen, musste man wieder hinaus gehen in den Regen. Dort gab es, natürlich unter Dächern, Bratwurst oder Fischbrötchen. Kaffee musste erst besorgt werden. Wir hatten mit einem vielfältigeren Angebot gerechnet und waren erst einmal enttäuscht. 
Das Konzert begann mit dem Auftritt des Gastgeberchores und mit freundlichen Worten an alle, die sich nicht gescheut hatten zu kommen. So kalt es im Zelt auch war, eine warmherzigere und freundlichere Atmosphäre, als sie sich hier einstellte, konnte man sich kaum vorstellen. Jeder Chor sang reichlich 20 min, und jedem wurde mit sehr viel Beifall gedankt. Besonders herzlichen Applaus bekam ein Männerchor, dessen Dirigentin durch einen Unfall verhindert war.
Der Männerchor der "Kleingärtner Sangerhausen" wusste mit bekannten Stücken des typischen Männerchorgesangs zu  gefallen. Und schließlich erklatschte sich die Fangemeinde der Hettstedter "Südharzmusikanten" sogar eine Zugabe. Es erklang der Jodler, mit dem die Folkloregruppe in diesem Jahr den zweiten Platz beim Harzer Jodlerwettstreit erreicht hatte. 
Das " Zelt" tobte. 
Unser Auftritt folgte danach als letzter des Abends. Können wir mit unserem Repertoire das Publikum nun auch noch erreichen?, war jetzt die Frage.


  Unserem  ersten Lied folgte starker Beifall, der sich beim zweiten noch steigerte, und  beim dritten Lied versuchten einige Zuhörer mitzuklatschen: Wir sangen zum ersten Mal nach eineinhalb Jahren Probezeit: "Die Legende von Babylon". In unseren Chorreihen knisterte es förmlich vor Konzentration und dem Willen, alle Feinheiten, die wir erarbeitet hatten, zu beachten.
Wie schön und beglückend für uns, wir trafen nicht nur das Gefühl der Zuhörer, wir trafen auch den letzten Ton des Liedes, was wahrhaft schwer zu schaffen war.
  Marga kündigte, mit hübschen Bergmannsgedichten und -späßen verbunden, noch drei Lieder an. Es war unglaublich, bei jedem weiteren Lied erhielten wir sehr viel und lang anhaltenden Beifall.
 Die Zeit war fortgeschritten, schon nach 21.00 Uhr. Das Konzert sollte längst zu Ende sein. Durch das grelle Scheinwerferlicht hindurch konnten wir ganz hinten im Zelt Sänger der Sangerhäuser Kleingärtner erkennen. Sie waren aufgestanden, um uns besser sehen und hören zu können. Michael, unser Chorleiter, lächelte verschmitzt und glücklich. So wussten wir, auch ihn freute die Zustimmung der anderen Chöre.
Als wir das zunächst letzte Lied gesungen hatten, wurde vielstimmig "Bravo" gerufen, und es wurde so lange geklatscht, bis wir "Auf, ihr Freunde in froher Runde " und "Sierra Madre" angefügt hatten.  Ein Herr von reichlich 70 Jahren schwenkte gerührt die Taschenlampe  im Takt.
Dieser Auftritt und die herzliche Zuneigung der Anwesenden zu allen Mitwirkenden haben wir sehr genossen.
Den beiden  Serviererinnen wollen wir an dieser Stelle besonders danken. Sie versorgten uns alle, vor Kälte zitternd, sehr fleißig und aufmerksam mit Getränken, so dass es kein unnötiges Laufen der Besucher gab. Alle konnten dem Gesang ohne Störung  folgen.
Auch die Arbeit  des "Beschaller" soll gelobt werden. Die Vorträge der Chöre klangen stets, als höre man nur das Original und nie die Verstärkung. Mit Sicherheit hat auch seine gute Arbeit zum Gelingen des Sängerfestes beigetragen.

Männerchor Wettelrode Sängerhäuser Kleingärtner Folkloregruppe "Südharzmusikanten"
Wir
Chor der Walzwerker