In diesem
Jahr ist das Stadtfest ausgefallen, zu dessen Eröffnung wir
schon oft gesungen haben.
"Das Singen der Chöre am Waldkater findet aber
trotzdem statt", so meldete
es die Mitteldeutsche Zeitung.
Ob das der Grund war, dass wieder so viele Zuhörer
gekommen waren? Wohl nicht nur.
600 Besucher könnten es gewesen sein, so wurde
geschätzt. Ein Unbekannter hatte ein Fass Freibier spendiert.
Drei Schläge sollte der Zapfmeister frei haben. Beim
ersten saß der Spund.
Der Männer- und der Frauenchor hatten abgesagt. Auch der
Aussiedlerchor konnte nicht kommen. Die Folkloregruppe, obwohl schwach
besetzt, ließ es sich nicht nehmen, aufzutreten.
"Hier ist unser "Volk", hier singen wir besonders gern",
sagte die Sprecherin.
Unser Chor hatte diesmal Lieder ins Programm
eingeflochten, bei denen die Gäste mitsingen konnten.
Das wurde gern angenommen.
Aus dem Harz war zum ersten Mal ein Gastchor angereist, die
Auerbergsänger. Man konnte erfahren, auch diese Gemeinschaft
war in den letzten Jahren sehr
geschrumpft. Deshalb versuchten es die Männer mit
einer neuen Idee, anderen Freude zu bringen.
Zu Blasmusik, die aus der Konserve kam, sang der
Chor und das Publikum stimmte begeistert ein. "Die
Auerbergsänger können gern wieder
eingeladen werden", hörte man die Besucher am
nächsten Tag sagen. "Man kann so schön mitsingen".
Den Abschluss bildete wie immer der gern gehörte Shantychor .
Die Gäste schunkelten fröhlich mit.
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