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Chorfest auf Burg und Schloss Allstedt am 24.06.07

Burg Allstedt Der Bürgermeister von Allstedt kündigt uns an.Allstedt Auftritt
Unser Chor eröffnete das Fest. Wir sangen konzentriert. Die Besucher begleiteten jeden Ton und jede Nuance    mit großer Aufmerksamkeit. Vor uns saß ein geschultes Publikum. Das forderte uns heraus. Später sagten uns Zuschauerinnen, wir hätten sehr gut gesungen, ab- und anschwellend, schnell und langsam, das "hat was".
Nach uns sang der Kammerchor Madrigal Eisleben. Wer ein Liebhaber dieses Chores ist, freut sich immer wieder,  wie leicht die Sängerinnen und Sänger schwierige Passagen bewältigen, wie locker ihnen die Töne von den Lippen kommen. Ihr Auftritt war ein besonders schöner Beitrag.  Wie erstaunt aber waren wir, als dieser Chor nach dem Abtreten vom Bühnentreppchen den Hof verließ. Ein Notfall lag offensichtlich nicht vor, denn draußen beriet man, wie der angebrochene Tag noch verbracht werden sollte. Wir haben es alle als unkameradschaftlich empfunden, dass ihr gegangen seid, lieber Kammerchor Madrigal Eisleben. Wir hatten euch doch auch aufmerksam zugehört.
Nun folgten noch Chöre aus Allstedt, Sangerhausen, Heiligenthal, und Holdenstedt. Hübsche alte Lieder erklangen, selten gehört das Heideröslein, schon öfter "Und wieder blühet die Linde". Nicht so gut gefiel, so äußerten sich mehrere Zuhörer, das Vortragen von Schlagern. Man sollte sie eher bei Vereinsfeiern singen.
Die Versorgung war, wie beim letzten Burgsingen, nicht auf Weitgereiste, die schon am Vormittag losfahren mussten und gern auf der Burg zu Mittag gegessen hätten, eingestellt. Für einen Bratwurststand im Vorhof und für eine Gulaschsuppe wäre mancher von uns dankbar gewesen. Vielleicht sind die Eislebener Sänger auch deshalb abgefahren, weil sie mit ihren Familien auf der Burg gern noch ein Eis gegessen hätten, aber keins bekamen.
Gibt es denn niemanden in Allstedt, der froh wäre, bei so vielen Besuchern eine tolle Gastronomie zu bieten? Das Angebot war, bitte nehmt es nicht übel, für unsere geopferte Freizeit sehr dürftig, einfallslos und auch sehr teuer. Wir Chöre kenne uns nun schon alle gegenseitig recht gut. Singen allein reicht nicht mehr, um in dieser Jahreszeit viele Gäste, ob Chorsänger, ältere Leute oder junge Familien herbei zu locken und ihnen ein
Fest zu bereiten. Werden die Familien mit Kindern zum nächsten Sängerfest wiederkommen? Wohl kaum. Für sie gab es, wie in Edersleben, absolut nichts Kindgerechtes. Die Kleinen langweilten sich auch in Allstedt ohne Ende. Allstedter, eure Burg ist wunderschön. Belebt sie! Holt Gewerbetreibende mit Ständen herbei. Bietet Ponnyreiten an oder ein kleines Karussell. Wenn es im Außenbereich bleibt, stört es das Singen nicht. Schaut euch das Sängerfest auf Burg Falkenstein an oder das demnächst stattfindende Chor- und Volksfest in Wippra. Dort erlebt man, was die Leute heute froh stimmt und wohin sie in ihrer Freizeit "strömen".
Ein Chor- und Volksfest in Schloss und Burg Allstedt- das wäre doch etwas!